* what bakes me smile *

Foodblogday 2016 Wien

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Hallo ihr Lieben!

Heute gibts von mir mal einen Erfahrungsbericht. Seit ich auf Instagram diversen Foodbloggern folge – also lange bevor ich meinen eigenen Blog begann, habe ich immer wieder Fotos von diversen Foodblogger-Events gesehen. Von einzelnen Firmen, aber auch ganze Workshop-Tage, bei denen es mehrere Markenpartner gibt, wie zB das Salt and the city in Salzburg oder eben auch die Foodblogdays in Deutschland. Ich war total beeindruckt von den Workshops, dem Netzwerken unter den Foodbloggern und natürlich mit den Firmen. Und als ich selbst Bloggerin wurde, schienen diese Foodblogdays furchtbar weit weg. Unerreichbar. Dann habe ich gesehen, dass der liebe Kevin von Law of Baking aus dem Burgenland doch tatsächlich nach München gereist ist, um teilzunehmen. Ich bin zwar eigentlich sogar ein bisschen näher an München, dennoch ist das für mich irgendwie eine halbe Weltreise! Trotzdem habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, nächstes Jahr auch nach München zu reisen. Bei uns gibts schließlich kaum was.

Ja und dann… und dann erfuhr ich, dass die Foodblogdays dieses Jahr schon nach Wien kommen! Ich sag euch was, ich war so dermaßen aufgeregt. Ich hab Familie, Freunden und Kollegen sofort halb hüpfend davon erzählt. Da musste ich unbedingt hin. Ich hab auch mit der tollen Christina von Christina Waitforit geschrieben. Sie kommt auch aus der Grazer Umgebung, ich habe sie beim Wiener Foodbloggerpicknick kennen gelernt und mich sofort super mit ihr verstanden. Sie meinte, sie wäre auch dabei. Und so haben wir dem Anmeldetermin entgegengehibbelt (die haben uns echt zappeln lassen) und sind schließlich gestern mit dem Fernbus um 6 Uhr früh nach Wien gedüst.

Die Hauptlocation war das Park Hyatt Hotel und ich sag euch was, das war der Wahnsinn! Schon draußen wurden wir von einem Mann mit Zylinder empfangen – ich find Zylinder so toll! Im Hotel war alles riesig, luxuriös und alle waren total um einen bemüht.
Wir waren fast eine Stunde zu früh da, sind aber trotzdem mal rein und siehe da – wir Grazerinnen waren doch tatsächlich die Ersten, die da waren und sich ihren Ansteckbutton geholt haben. Da wurden schon die ersten Fotos von uns gemacht – und es sollten nicht die letzten gewesen sein.

Kurz darauf kamen auch schon Michael und Sebastian von MSG Fitness aus Salzburg an, mit denen wir uns gleich gut unterhalten haben. Sowieso waren total viele nette Leute dabei, die wir an diesem Tag kennen gelernt haben.

Nach den ersten Tratschrunden und dem Anfangsvortrag hatten Christina und ich den ersten Workshop bei UFOP: Pesto mit Wildkräutern machen. Und das war schon der Hammer! Es gab so viele Zutaten zur Auswahl. Zuerst haben alle eine Runde Pesto nach Rezept gemacht – jedes Team eins von fünf oder sechs vorgegebenen Rezepten. Wir hatten ein Kapuzinerkresse-Pesto mit Mango, Sonnenblumenkernen und Parmesan. Ein Traum! Dann konnten wir uns selbst austoben. Ich wollte unbedingt etwas Süßes machen, aber ohne Minze – ich hasse Minze.
Also haben Christina und ich uns rangewagt und wirklich etwas Tolles herausbekommen – das Rezept gibts ein anderes Mal 😉 aber auf jeden Fall hat es jedem, der gekostet hat, sehr gut geschmeckt.
Es war wirklich total interessant, ich glaube wirklich, ich sollte öfter Pesto machen 🙂

Danach ging es zum Meet&Greet mit Burda. Mit diesem Verlag bin ich schon als kleines Kind “in Berührung gekommen”. Denn meine Mama war Schneiderin und hatte ständig Burda-Heftchen mit Schnittmustern daheim. Daher habe ich Burda immer mit Nähen in Verbindung gebracht. Dabei kann Burda noch viel mehr; mein liebstes Heftchen von ihnen ist die Sweet Dreams. Seit ich backe und mir dieses Heft untergekommen ist, hab ich mir keine Ausgabe entgehen lassen. Es ist qualitativ extrem hochwertig, hat tolle Rezepte und wunderschöne Fotos. Ich hab auch schon was nachgebacken, einen Himbeer-Streusel-Cheesecake, und der war wirklich unglaublich lecker!
Wir haben uns der Reihe nach vorgestellt und dann wurde uns etwas über den Ablauf  mit Foodstylisten oder auch Foodbloggern erzählt.

Dann gab es erstmal Mittagessen und auch das war wirklich erste Sahne! Ich hab nur hier drei Teigtaschen, da einen Löffel Kartoffelauflauf und dort ein Käsestangerl genommen und ein paar Desserts, aber ich war echt kurz vorm Platzen.

Was ungünstig war, denn dann gings zur Führung in die k.u.k. Hofbäckerei Demel. Und da standen auch schon allerlei kleine Köstlichkeiten bereit. Alle pappsatt bis obenhin haben wir uns die Geschichte der Demels angehört und von den Petit fours und dem Teegebäck auf den kleinen Etageren gekostet. Manche Leckereien mussten wir uns zu viert aufteilen, weil wir nicht mehr konnten, aber unprobiert lassen wollten wir es natürlich auch auf keinen Fall!
Dann gings ein paar Etagen tiefer in das Demel-Museum, in dem noch ein paar alte Schaufensterdekorationen stehen, die alle mit Massa Ticino gemacht wurden, und damit alle essbar waren – heute wären sie natürlich ungenießbar hart.

Nach einer kleinen Pause waren wir dann zum Abschluss in der Zuckerlwerkstatt eingeladen, bei der wir von Anfang bis Ende bei der handwerklichen Produktion von Herzerl-Zuckerl dabei sein durften. Der charismatische Chef hat uns alles beantwortet, was wir wissen wollten und uns ein paar Anekdoten erzählt. Er und seine Partnerin legen viel Wert auf hochqualitative Bestandteile und pflanzliche Lebensmittelfarben. Und ich war beeindruckt von den beiden, die uns hinter der Theke das HANDwerk gezeigt haben, und das bei einer Tischtemperatur von 80 Grad! Die habens echt drauf und müssen ganz schön Muckis haben von dem ganzen Zucker ziehen und Zuckerl hacken.

Nach all diesen tollen Workshops und Führungen haben wir uns alle nochmal im Hotel getroffen, ein paar Worte von den Verantwortlichen und Partnern gehört und den Abend gemütlich zusammen ausklingen lassen.

Um acht mussten Christina und ich dann aber los, der Fernbus durfte nicht verpasst werden. Wir haben unser Sack und Pack genommen (und ich sag euch, mir tun heut noch die Arme weh) und sind zur U-Bahn, die nur 5 Minuten zu unserer Haltestelle fährt. Trotz 30 Minuten Zeit sind wir relativ knapp zum Bus gekommen, und was ist zehn Meter vor der Bushaltestelle passiert? Na klar, mir ist ein Sackerl gerissen! Das war SO klar, aber wenigstens erst kurz vorm Ziel. Völlig fix und fertig haben wir dann im Bus erstmal aufgeholt, was den Tag über in der Social Media Welt passiert ist und haben noch ein paar Dinge Revue passieren lassen.

Um 11 Uhr nachts bin ich dann endlich zu Hause angekommen, vollgepackt mit Goodies, aber vor allem mit wunderschönen Eindrücken von diesem toll organisierten, lustigen Tag und diesen vielen lieben Menschen.

Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

Alles Liebe, und immer schön lächeln 🙂