Kleingebäck

Orangen-Zimt Palmiers (Blätterteiggebäck)

Palmiers aka Schweineohren wollte ich schon länger mal machen. Ich hab sie immer wieder im Supermarkt angeschmachtet, mir aber gedacht: Nein, die machst du mal selber, sind sicher pipieinfach. Ja und das sind sie tatsächlich auch! Ich wollte sie aber noch verfeinern und wie so oft, kam mir da Orange in den Sinn. Generell bin ich nicht so der Zitrusfrüchtefreund (bei Gummizeugs und Zuckerl lass ich diese immer über), aber aus irgendeinem Grund finde ich Orangengeschmack bei Backwerken total genial. Siehe zum Beispiel bei diesen Blondies oder meinem Butterkuchen. In diesen Schweinsöhrchen sind also noch Orangenzesten und auch Zimt dabei. Und trotzdem sind es nur 4 Zutaten! Ihr könnt sie natürlich auch noch in Schoko dippen, das stell ich mir auch noch total köstlich vor. Die Palmiers sind superknusprig karamellig und ein tolles Kleingebäck zum Kaffee. Ach übrigens, ich wollte hierfür (da ich mich noch nicht an Selbstgemachten rantrau) zumindest Blätterteig mit echter Butter, aber tja, ich hab keinen gefunden. Die Teilchen waren trotzdem extrem lecker.

Orangen-Palmiers

Zutaten für 1 Blech mit Palmiers:

1 Blätterteig (250 g) gekauft oder selbstgemacht
100 g Zucker
Zesten von 1 Orange
1 TL Zimt

knuspriger Blätterteig Schweineohren mit Orange und Zimt

Zubereitung:

Die Zesten mit dem Zucker und dem Zimt mischen. Bei mir wurde das ne feuchte Angelegenheit, da ich die Orange für ein anderes Gebäck bereits halbiert hatte und beim Reiben extrem viel Saft mitkam. Mein Zucker war daher ziemlich feucht, das war aber nicht so schlimm – für das Dippen der fertig geschnittenen Palmiers habe ich aber zum Zuckerrest noch etwas trockenen Zucker dazugemischt.

Etwas von dem Zuckergemisch auf die Arbeitsfläche streuen, in der Größe des Blätterteigs. Den Teig darauf ausbreiten, mit Zucker bestreuen. Die eine lange Seite nehmen und zur Mitte falten, die andere lange Seite auch zur Mitte falten, sodass sie zusammenstoßen. Der Teig ist nun zweilagig. Den Teig wieder mit Zucker bestreuen. Nochmal jeweils die langen Seiten zur Mitte falten, nun ist er vierlagig. Wieder bestreuen. Nun die eine lange Seite komplett auf die andere drauf falten. Ihr habt jetzt einen schmalen achtlagigen Teigstreifen. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und friert ihn gerade liegend ein, mindestens 30 Minuten.

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig aus der Tiefkühltruhe holen und auswickeln. Nun schmale Scheiben abschneiden, ungefähr einen halben Zentimeter dick. Die Schnittflächen nochmal in den Zucker drücken und die Öhrchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Etwas Abstand lassen.

Nun gehts ans Backen, aber bitte haltet ein Auge drauf, da jeder Ofen anders ist und es hier doch recht schnell gehen kann, dass sie zu dunkel werden. Meine waren teilweise schon sehr dunkel, ich hab mich schon richtig geschreckt, aber sie waren glücklicherweise noch nicht bitter. Sie sollten circa 10-15 Minuten gebacken werden, bis sie schon recht braun sind. Dann holt ihr sie raus und dreht sie mithilfe von zwei Gabeln auf die andere Seite. Vorsicht, der karamellisierte Zucker ist sehr heiß!! Nochmal für circa 5 Minuten backen, damit der Zucker auf der anderen Seite auch noch karamellisiert. Rausholen, am besten das Backpapier auf ein anderes Blech schupfen, damit sie nicht noch nachbacken und gut auskühlen lassen.

Trocken in einer Vorratsdose lagern, da der Zucker Feuchtigkeit zieht, dann sind sie nicht mehr knusprig. Ihr könntet sie aber wohl bei 175° C 4-5 Minuten im Ofen wieder „aufknuspern“.

Viel Spaß beim Nachbacken 🙂

einfaches Blätterteig Teegebäck mit Orange und Zimt

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