Kleingebäck

Gebrannte Cashews

Als ich noch ein Teenager war (Gott, ist das schon lange her), war ich mit meiner Clique jedes Jahr auf der Grazer Herbstmesse. Alle wollten immer auf den Fahrgeschäften fahren, aber ich hab mich davor schon ziemlich gefürchtet. Da wird einem doch total übel! Ich war also eine typische Jackenhalterin. Später, als ich meinen Freund kennen lernte, wollte er auch dauernd fahren (außer, wenns kopfüber war), also hab ich mich überwunden. Und jetzt, Jahre später? Will er nicht mehr fahren, aber ich!

Aber irgendwie konnte ich ihn doch immer bewegen, mit mir zur Messe zu gehen. Da gabs ja nicht nur Fahrgeschäfte sondern auch Leckereien! Wie den ungarischen Baumstriezel, von uns „Kürtutschkalatsch“ genannt, in dem Versuch, sich den ungarischen Namen zu merken :-P. Außerdem noch leckere, fetttriefende, knoblauchige Langos, für mich Zuckerwatte und natürlich gebrannte Mandeln. Nun, inzwischen kann ich Langos schon selber machen und auch ein Rezept für einfache gebrannte Mandeln hab ich gefunden. Ich bin aber auch blöd, jetzt geht er nicht mehr Messe mit mir 😀

Vor einem Jahr hatten wir dann einen Spieleabend mit unseren Nachbarn, und da haben sie uns gebrannte Cashews mitgebracht. Ich LIEBE Cashews. Aber gebrannt kannte ich sie noch nicht. Und was soll ich sagen? Sie schmecken doppelt so gut wie gebrannte Mandeln! Und seitdem gibts nur noch gebrannte Cashews 🙂

Zutaten:

300 g geröstete und gesalzene Cashews
180 ml Wasser
300 g Zucker
1 Pckg Vanillezucker
2 TL Zimt

selbstgemachte gebrannte Nüsse

Zubereitung:

Auf einem Backblech ein großes Stück Alufolie vorbereiten.
Alle Zutaten zusammen in eine große Pfanne schütten und gut verrühren. Dann den Herd auf eine hohe Stufe stellen. Auf einer niedrigen Stufe verdampft das Wasser zu langsam und die Nüsse werden weich. Nicht gut. So und nun besonders wichtig: Ständig rühren! Ich mein das ernst! Rührt, rührt, rührt. Ich bin einmal kurz weg und hab was andres gemacht. Ergebnis: alles schwarz. Also: hohe Stufe, immer rühren. Wenn das Wasser komplett verdampft ist, könnt ihr etwas runterschalten. Zuerst habt ihr Cashews und einen Haufen sandigen Zucker. Immer weiterrühren, dann legt sich der Zucker um die Cashews, zuerst kristallig und später schmilzt der Zucker und glänzt. Ich mach meistens eine Mittelstufe davon, ich hab zuviel Angst, dass der Zucker zu bitter wird. Die Cashews auf der Alufolie verteilen und auseinander schieben, damit sie nicht so zusammenkleben. Vorsicht, heiß! Abkühlen lassen und luftdicht lagern.

Viel Spaß beim Nachbacken 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.